Katzelsdorf, ein Ortsteil der Marktgemeinde Bernhardsthal, liegt im niederösterreichischen Weinviertel und ist von Weingärten und Feldern umgeben. Im Zentrum des Ortes befindet sich auf einer leichten Anhöhe die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Pfarrkirche zum heiligen Bartholomäus. Ihr historistischer Bau mit neugotischen und neoromanischen Elementen und der markante Kirchturm sind nicht nur architektonische Blickfänge, sondern auch das geistliche und gemeinschaftliche Herz der lebendigen Dorfgemeinschaft.
Ein Priester mitten im Leben
Pfarrer Richard Hansl, der den Gottesdienst leitet, stammt ursprünglich aus Altmünster in Oberösterreich, lebte später viele Jahre in Wien und ist inzwischen begeisterter Weinviertler. Vieles, was in der Großstadt nicht mehr möglich ist, werde am Land nach wie vor gelebt, sagt er. Hier gebe es noch so etwas wie eine Volkskirche mit Traditionen, die sowohl im Ort als auch im Leben der Menschen eine große Rolle spiele.
Dazu trägt auch er selbst als „Pfarrer zum Angreifen“ bei: Soweit es seine Zeit zulässt, bringt er sich aktiv in seinen Gemeinden ein und sucht auch abseits der Kirchentür den Kontakt mit den Menschen. Kraft dafür tankt Richard Hansl nicht nur im Gebet, sondern auch aus seinem Lieblingshobby: „Ich bin ein freudiger Cellist“, gesteht er mit einem Lächeln.
Den Menschen ein Strahlen ins Gesicht zaubern
Dass er erst vor wenigen Jahren zum Priester geweiht wurde, hat mit seiner Berufungsgeschichte zu tun: Ursprünglich studierte Pfarrer Hansl Betriebswirtschaft und hatte eine völlig andere Lebensplanung. Doch dann ereilte ihn Gottes Ruf bei einem Sprachaufenthalt in Barcelona. „Das hat einfach wie ein Blitz eingeschlagen“, erinnert sich der sympathische Gottesmann. Danach ging es Schlag auf Schlag: Mit 25 Jahren trat er ins Priesterseminar ein und widmet sein Leben seitdem voll seinem Herrn und der Kirche.
Nach seiner Motivation befragt, meint Richard Hansl: „Ich will die Erfahrung weitergeben, welche Ruhe und Kraft man aus dem Gebet saugen kann und wie viel Trost man darin finden kann. Priester zu sein, bedeutet für mich, mit dem Wort Gottes den Menschen ein Strahlen ins Gesicht zu zaubern.“ Ein großes Vorbild für seine Seelsorge-Tätigkeit ist für ihn der Heilige Philipp Neri, an dem ihn besonders die Mischung aus tiefem Glauben und einem durchscheinenden spitzbübischen Zwinkerer fasziniert. Dass sein Priesterleben von großem Gottvertrauen geprägt ist, kommt speziell in seiner Lieblingsstelle in der Bibel zum Ausdruck: „Herr, du weißt alles, du weißt, dass ich dich liebe!“
Quelle des Lebens
Der Gottesdienst steht unter dem Motto „Die Quelle des Lebens“ und rückt die Begegnung von Jesus mit der Samariterin am Jakobsbrunnen in den Fokus. Pfarrer Richard Hansl wird in seiner Predigt der Frage nachgehen, wie aus diesem biblischen Treffen eine Sehnsucht nach der Quelle des ewigen Lebens erwachsen kann – eine Einladung, den eigenen Glauben zu vertiefen und neue Kraft zu schöpfen.
Musik als Brücke zwischen Tradition und Gegenwart
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes liegt in den Händen des Chores 2:gether und des Musikvereins Bernhardsthal. Im Mittelpunkt steht die „Missa Brevis in Es“ von Tobias Psaier – ein Werk, das durch seine klangliche Schönheit und spirituelle Tiefe besticht. Darüber hinaus werden weitere festliche Werke zu hören sein, die die Liturgie umrahmen. An der Orgel begleitet Manuel Fröschl, die musikalische Leitung hat Bernhard Barvinek inne.
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Gottesdienst und Hilfsbereitschaft gehören zusammen. Daher sammeln die Christen beim Gottesdienst von alters her für die Hilfsbedürftigen unter sich und für die Bedürfnisse der Seelsorge ihrer Gemeinden. Anstatt eines Gabenganges mit Lebensmittel und Gütern des täglichen Bedarfs wird heute eine Geldgabe eingesammelt – die Kollekte. Auch Sie haben ganz einfach von zu Hause aus die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und online Ihren persönlichen Beitrag zu leisten.