Die Stadtgemeinde Wilhelmsburg zählt aktuell 7.160 Einwohner und liegt 12 km südlich der Landeshauptstadt St. Pölten im Herzen Niederösterreichs. Die Stadterhebung fand 1959 vor allem wegen seiner Bedeutung als Industrieort und Stätte der Kultur statt. Die Besiedlung reicht bis in die Zeit um 850 zurück. Im 10. Jahrhundert wurde die erste Kirche durch das zuständige Bistum Passau gebaut. Die Urpfarre reichte bis an die Grenzen der Steiermark heran. 1083 wurde die Stadt unter dem Namen „Willehalmspurch“ erstmals erwähnt. Babenberger Herzog Leopold VI, der Glorreiche, der hier einen Hof und eine Jagdvogtei besaß, beschenkte 1209 das Stift Lilienfeld mit allen Gütern, die er in Wilhelmsburg zu eigen hatte. Im Jahr 1212 wird die Pfarre Wilhelmsburg zum Stift Lilienfeld inkorporiert und seit dem Jahr 1448 wird die Pfarre durchgehend von Professen des Stiftes Lilienfeld betreut. Die heutige Pfarrkirche wurde nach einem Brand im Jahre 1467 in gotischem Stil neu aufgebaut, später barockisiert und wird seit etwa 500 Jahren von einem bauhistorisch seltenen und bedeutenden Dachstuhl abgeschlossen. Bis heute im Dunkeln liegt die Errichtung der eisenhutförmigen Laterne auf dem Turm, der „Herzogshut“ genannt wird und ein „Zügenglöcklein“ beherbergt.
Die Pfarre war für das nahe Stift Lilienfeld seit jeher wirtschaftlich und kulturell bedeutend. Davon kündet der imposante historische Pfarrhof mit angebauter Kapelle. Die sagenumwobene Wilhelms-Burg stand wahrscheinlich im Bereich des heutigen Pfarrgartens. Die Lilienfelder Mönche, die als Pfarrer in Wilhelmsburg wirkten, waren dem Ort immer besonders verbunden. Das kann man auch an der Dauer ihres Wirkens ablesen. Seit dem Jahr 1937, also in fast 90 Jahren, gab es lediglich fünf Pfarrvikare. Seit dem Jahr 2022 ist Abt Dr. Pius Maurer OCist. Pfarrseelsorger in Wilhelmsburg.
Wilhelmsburg ist auch heutzutage eine sehr lebendige Pfarre und mit vielen ehrenamtlichen Helfern. Es bereitet Freude, wenn das vielseitige Angebot in den Bereichen Seelsorge, Pfarrcaritas, Jugendarbeit, Chorwesen etc. auch angenommen wird. Wir laden alle herzlich ein, unsere Pfarrkirche und die Stadtgemeinde zu besuchen, vielleicht in der „Langen Nacht der Kirchen“ am 29.Mai, wo sie ein reichhaltiges Programm von Führungen (auch auf den Dachstuhl und Turm) bis hin zu Konzerten und Kulinarik erwartet.
Musik zum Gottesdienst
W.A. Mozart: Missa brevis in D-Dur KV 194
Mitwirkende
Gottesdienst und Hilfsbereitschaft gehören zusammen. Daher sammeln die Christen beim Gottesdienst von alters her für die Hilfsbedürftigen unter sich und für die Bedürfnisse der Seelsorge ihrer Gemeinden. Anstatt eines Gabenganges mit Lebensmittel und Gütern des täglichen Bedarfs wird heute eine Geldgabe eingesammelt – die Kollekte. Auch Sie haben ganz einfach von zu Hause aus die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und online Ihren persönlichen Beitrag zu leisten.