Vom Abstellraum zum Fernsehstudio
Der Raum³, aus dem dieser Gottesdienst übertragen wird, befindet sich auf der Empore der Don-Bosco-Kirche in Wien-Neuerdberg. Wo früher Flohmarktware gelagert wurde, präsentiert sich jetzt eine Kirche im Studioformat – ausgerüstet mit Kameras, Licht-Spots in allen Größen, einem großen Studio-Vorhang und einem Regieraum. Die wunderschönen, großen Buntglasfenster der Empore erzeugen eine ganz eigene Stimmung und werfen ihr Licht auf den Studioboden.
Kirche „auf Sendung“
Das Projekt ist eine Kooperation des Pastoralamts der Erzdiözese Wien mit der Pfarre Neuerdberg und der österreichischen Provinz der Salesianer Don Boscos. Mit dem Studio wolle man einen Lernort schaffen, in dem haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam Fähigkeiten im Bereich des Streamings erlernen und weiterentwickeln können, unterstrichen die Projektverantwortlichen bei der Studioeröffnung Anfang 2025. Ziel sei es, von hier aus Sendungen zu gestalten, die andere ermutigen, ihre Sendung als Christ zu leben.
Die Zahl drei im Namen „Raum3“ steht für Glaube, Gemeinschaft und Sendung, aber auch für die Kooperation zwischen den drei Trägern sowie für die Dreifaltigkeit.
„Breakfast included“
Der heutige Wortgottesdienst wird von Monika Rak geleitet. Die Theologin und Musikpädagogin lehrt und forscht an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und unterrichtet am Caritas Campus Wien 22. 2023 gewann sie einen von der Erzdiözese Wien ausgeschriebenen Predigtcontest.
Ausgangspunkt für die Gottesdienstgestaltung, die unter dem Motto „Breakfast included“ steht, ist das Sonntagsevangelium, das von der Rückkehr der Jünger an den See Tiberias berichtet. Sie gehen dort wieder ihrem gewohnten Alltag als Fischer nach. Der Auferstandene begegnet ihnen zuerst unerkannt nach einer erfolglosen Nacht mit leeren Netzen. Auf seinen Rat hin werfen sie ihre Netze nochmals aus und machen reichen Fang. Als Petrus an der Fülle des Fangs und mithilfe eines Hinweises von Johannes erkennt, dass es Jesus ist, springt er ins Wasser und schwimmt zu ihm ans Ufer. Jesus erwartet die Jünger bereits mit einem Kohlenfeuer, auf dem Fisch und Brot zubereitet sind.
Die Darstellung eines Jesus, der Mahlzeiten vorbereitet, fürsorgliche Tätigkeiten übernimmt und zum gemeinsamen Essen einlädt, steht im Zentrum der Auslegung. Ebenso wird der Sprung des Petrus ins Wasser als mögliches Bild für die Taufe gedeutet und im Hinblick darauf betrachtet, was es bedeutet, dem Auferstandenen zu begegnen. „Auferstehung ist kein Ausnahmezustand, sondern berührt unseren Alltag – zum Beispiel am Frühstückstisch mit Jesus“, ist Monika Rak überzeugt.
Musik, die berührt
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernimmt Peter List gemeinsam mit Sophie List, Wolfram Winter und Nicolas Kellner. Mit mehrstimmigem Gesang, Klavier, Gitarre und Bass werden Lieder wie „Du wirst den Tod in uns wandeln in Licht“ von Kathi Stimmer-Salzeder, „Gib mir die richtigen Worte“ von Manfred Siebald und „Strahlen der Freude“ von Peter List gesungen. Die Lieder rufen eine nachösterlich freudige Stimmung hervor und begleiten die Gottesdienstgemeinde, während sie mit Jesus frühstückt und, auf den Apostel Petrus schauend, mit „Wasser des Lebens“ ein Taufgedächtnis gestaltet.
Pfarrcafé – der Podcast zum Gottesdienst
Sie möchten noch tiefer eintauchen? Im neuen Podcast „Pfarrcafé“ gibt es die Möglichkeit, in einer entspannten Atmosphäre weitere Hintergründe zur Feier, persönliche Gedanken und spannende Einblicke in die Vorbereitung zu erhalten.
Hier geht’s zum Podcast: https://open.spotify.com/show/4NgnS7R2AQQ0cRtKm8SoCp
Raum³ wächst weiter
Auf der neuen Website www.raum3.wien finden sich umfassende Informationen zu Raum³, der Kirche im Studioformat. Neben Hintergründen zur Entstehung und Entwicklung von Raum³ werden aktuelle Projekte vorgestellt sowie Einblicke in das Team hinter den Übertragungen gegeben. Darüber hinaus bietet die Website Rückblicke auf vergangene Gottesdienste und informiert über bevorstehende Feiern.
Geben Sie uns Feedback zum Gottesdienst!
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Gottesdienst und Hilfsbereitschaft gehören zusammen. Daher sammeln die Christen beim Gottesdienst von alters her für die Hilfsbedürftigen unter sich und für die Bedürfnisse der Seelsorge ihrer Gemeinden. Anstatt eines Gabenganges mit Lebensmittel und Gütern des täglichen Bedarfs wird heute eine Geldgabe eingesammelt – die Kollekte. Auch Sie haben ganz einfach von zu Hause aus die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und online Ihren persönlichen Beitrag zu leisten.