Vielen fällt es leicht, dankbar zu sein. Gerade an Erntedank. Vieles ist schön gewachsen. Manch Andere sehen, dass im Leben nicht alles so schnurgerade verläuft wie die Reihen im Maisfeld. Manchmal sieht es aus wie Kraut und Rüben. Wie bekomme ich einen dankbaren Blick? Und was mache ich mit den Ungeplanten im Leben, mit dem, das wächst, wie es will?
Herzlich willkommen zum Erntedank-Gottesdienst aus Thening in Oberösterreich!
Die Kirche wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinde von Thening liebevoll "Kirche im Feld" genannt. Denn sie steht mitten im Feld. "Aber in diesem Erntedankgottesdienst tragen wir das Feld in die Kirche und die Ernte zum Altar – die makellosen Früchte und die mit erkennbaren Schadstellen", sagt Pfarrer Johannes Blüher.
Den Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Thening leitet Andreas Hagmüller. Er spielt auch die Orgel. Die musikalische Leitung der Band liegt bei Lukas Böhm.
In der Ortschaft Thening steht die größte evangelische Kirche Oberösterreichs, die Evangelische Kirche im Feld. Sie wurde zwischen Juni 1856 und Juni 1859 in neuromanischen Formen erbaut. 1867 erfolgte der Bau des Kirchturmes. In Thening und speziell westlich davon gab es einen stark ausgeprägten Geheimprotestantismus. Nachdem unter Kaiser Joseph II. 1781 das Toleranzpatent erlassen wurde, erhielten die Anhängerinnen und Anhänger des evangelischen Glaubens das Recht, eigene Bethäuser zu errichten, die zunächst nach außen nicht wie Kirchen aussehen durften, also keine Türme und Rundbogenfenster haben durften. Zwischen Mai 1783 und Jänner 1784 wurde daher auch in Thening ein Toleranz-Bethaus gebaut. 1786 bekannten sich 2449 Bewohnerinnen und Bewohner der Umgebung zur neuen evangelischen Gemeinde Thening. Von Thening aus wurden allerdings auch die evangelischen Christinnen und Christen in Linz bis zur Errichtung eines eigenen Bethauses 1841 betreut. Nach der Fertigstellung der Kirche diente das einstige Bethaus bis 1907 der evangelischen Schule als Heimstätte.
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Gottesdienst und Hilfsbereitschaft gehören zusammen. Daher sammeln die Christen beim Gottesdienst von alters her für die Hilfsbedürftigen unter sich und für die Bedürfnisse der Seelsorge ihrer Gemeinden. Anstatt eines Gabenganges mit Lebensmittel und Gütern des täglichen Bedarfs wird heute eine Geldgabe eingesammelt – die Kollekte. Auch Sie haben ganz einfach von zu Hause aus die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und online Ihren persönlichen Beitrag zu leisten.